Bugatti Veyron 16.4

Bugatti
Veyron 16.4

Ein Sportwagen
der Superlative

Der Bugatti Veyron gilt seit seiner Markteinführung im Jahr 2005 als der Supersportwagen der Superlative. Das Lastenheft für die Entwickler war eine echte Herausforderung: Über 1.000 PS, eine Höchstgeschwindigkeit von über 400 km/h und eine Beschleunigung von null auf hundert in unter drei Sekunden sollten den Supersportwagen auszeichnen. Selbst Fachleute hielten es für unmöglich, diese Leistungsdaten auf die Straße zu bringen. Doch damit nicht genug.

Bugatti hatte die Messlatte mit der Devise, den Boliden darüber hinaus als alltagstaugliches und komfortables Straßenfahrzeug zu bauen, noch höher gelegt. Die Entwicklung des Veyron war eine der größten technischen Herausforderungen, die die Automobilindustrie bis dahin kannte.

Es existierten kaum Bauteile, Komponenten oder Systeme, die aus bestehenden Fahrzeugkonzepten für den Veyron übernommen werden konnten. Alles musste neu entwickelt werden, um die Leistungsdaten zu erreichen und sie dann auch im Fahrzeug umzusetzen. Dafür wurden auch die Erfahrungen anderer Industriebereiche genutzt, in denen extreme Geschwindigkeiten und extreme Belastungen für Material und Systeme üblich sind, zum Beispiel der Luft- und Raumfahrt. Der Veyron ist der erste und einzige Supersportwagen, der so entwickelt und gebaut wurde, dass er jede Fahrsituation zu jeder beliebigen Zeit in der Serienkonfiguration meistern kann. Auch zehn Jahre nach seiner Markteinführung setzt der Supersportwagen Maßstäbe und sorgt für Emotionen und Begeisterung überall auf der Welt.

Bugatti Veyron Front
Bugatti Veyron blue silver
Bugatti Veyron Engine
Bugatti Veyron Model
Bugatti Veyron Race
Bugatti Veyron Street
Bugatti Veyron Desert
Bugatti Veyron Desert Front
Bugatti Veyron Desert Speed
Bugatti Veyron Exterieur Sketchbook

Höchste Eleganz und fortschrittlichste Technik

Der Veyron 16.4 verbindet sein athletisches Leistungspotenzial harmonisch mit einer eleganten Formgebung. Dabei transformiert er die Bugatti-DNA der großen Historie in die Neuzeit.
 
Durch die klassische Zweifarbigkeit entsteht die charakteristische Seitenansicht mit der typischen Bugatti-Linie. Auch die Mittellinie sowie der hufeisenförmige Kühlergrill schlagen die Brücke von den frühen Bugatti-Modellen bis zur Moderne. Das breite Heck wartet mit dem mächtigen ausfahrbaren Flügel und den ausladend gestalteten Kotflügeln auf, während die horizontalen Scheinwerfer mit dem Kühler eine markante Frontpartie definieren.

Bugatti Veyron Interieur Sketchbook

Wertvolle Details für extreme Ansprüche

Die Auswahl der Materialien im Interieur erfüllt in jedem Detail kompromisslos höchste Ansprüche. Eine eigens entwickelte Aluminiumlegierung sowie makelloses Leder dominieren das großzügige Interieurdesign. Das Lenkrad aus Leichtmetall und mit Lederbezug ist ein Kunstwerk für sich. Die von Hand verarbeitete Mittelkonsole besticht durch gebürstete Aluminiumoptik und spiegelt mit der angedeuteten Hufeisenform das Exterieur wider.

Designer und Techniker haben gemeinsam alle Funktionen harmonisch in das Cockpit integriert, um dem Veyron die einzigartige Atmosphäre mit dem Qualitätsanspruch Bugattis zu verleihen.

Bugatti Veyron Cockpit
Bugatti Veyron Steringwheel
Bugatti Veyron Seats
Bugatti Veyron Seat Detail
Bugatti Veyron Door Detail
Bugatti Veyron Keys
Bugatti Veyron Start Button
Bugatti Veyron Gearshift
Bugatti Veyron Light Detail
Bugatti Veyron Speedometer
Bugatti Veyron Display
Bugatti Veyron Facts

Technische Maxime

Der Veyron hat mit seinen Leistungsdaten die automobile Welt in neue Dimensionen geführt. Er ist der erste und einzige Supersportwagen, der so entwickelt und gebaut wurde, dass er jede Fahrsituation zu jeder beliebigen Zeit in der Serienkonfiguration meistern kann. 

Wo andere Supersportwagen oder Hypercars erst spezieller Vorbereitung auf die jeweilige Situation bedürfen, stellt sich der Veyron ohne Zutun des Fahrers und binnen weniger Augenblicke selbst darauf ein: Ob Maximalbeschleunigung auf der langen Geraden, kurvige Landstraßen oder Stadtverkehr – der Veyron ist jederzeit optimal eingestellt und bietet zudem ein komfortables Fahrgefühl.

Datenblatt

Bugatti Veyron Engine Detail

Motor

Das Herz und die Seele des Veyron ist der 8-Liter-W16-Motor, der mit den vier Turboladern anfangs 1.001 PS und in den späteren Modellen sage und schreibe 1.200 PS leistet. Der 16-Zylinder-Mittelmotor ist mit 710 mm Länge nicht größer als ein konventionelles V12-Aggregat und wiegt durch seine Leichtbauweise lediglich 490 kg. Dieser Motor ist uneingeschränkt für den Betrieb unter Dauervolllast geeignet. Damit kann er etwas, wozu etwa Motoren im Rennsport nicht in der Lage sind. Seine kompakten Maße verdankt er der einzigartigen Anordnung seiner Zylinderbänke in W-Konfiguration. Zwei VR8-Blöcke mit jeweils 15 Grad Bankwinkel sind in einem Kurbelgehäuse zu einem Motor gefügt. Beide Achtzylinder stehen in einem Winkel von 90 Grad zueinander und werden von insgesamt vier Abgasturboladern beatmet.

Bugatti Veyron Gearbox

Getriebe

Der Veyron hat die schnellste Schalteinheit der Welt bekommen: das Doppelkupplungsgetriebe (DSG). Als erster Hersteller überhaupt hat Bugatti das DSG in einer Siebengang-Variante eingesetzt. Das speziell für den neuen Sportwagen entwickelte Getriebe übernimmt im Veyron eine Aufgabe, an der sich jedes andere Pkw-Getriebe die Zähne ausbeißen würde: Es bringt ein Motordrehmoment von bis zu 1.500 Nm auf die Straße.

Das Doppelkupplungsgetriebe des Veyron vereinte seinerzeit in bislang unerreichter Perfektion die dynamischen Vorteile eines manuellen Getriebes mit den Komfortmerkmalen einer Wandlerautomatik. Kein Hersteller verfügte zum Zeitpunkt der Entwicklung über eine vergleichbare Getriebetechnologie.

Bugatti Veyron Fuel Injection

Ladedruckadaptive Kraftstoffeinspritzung

Für eine Hochleistungsmaschine wie den Veyron ist es unabdingbar, dass der Motor stets mit einem konstanten Kraftstoffdruck versorgt wird. Dafür musste ebenfalls eine Neuentwicklung her: Bugatti hat Drehstrom-Einspritzpumpen erfunden, die, anders als die herkömmlichen Plus-Minus-gepolten Pumpen, in der Lage sind, den Motor mit den erforderlichen Kraftstoffmengen zu versorgen – und das ununterbrochen mit konstantem Druck.

Auch der Tank musste neu konzipiert werden. Bugatti bediente sich hier beim Rennsport, musste aber den üblichen Rennsporttank, der für Straßenfahrzeuge nicht erlaubt ist, so umbauen, dass er zulassungsfähig wurde. Dafür sprach man mit Ingenieuren aus der Raumfahrt und kam im Ergebnis zu einem außen mit Teflon beschichteten Tank, mit dem es möglich ist, die Kraftstoffpumpen in jeder Fahrsituation bis zu einer Restfüllmenge von drei Litern und bis zur maximalen Querbeschleunigung des Veyron von 1,4 g konstant mit Kraftstoff zu beliefern.

 

Bugatti Veyron Cooling

Kühlung

Die Kühlung im Veyron ist extrem wichtig. Dafür wurden ausgeklügelte Luftstromverläufe erdacht, die ausreichend Luft zu den zehn Kühlern des Fahrzeugs führen und die heiße Luft ableiten können, ohne dabei – und das war eine wichtige Auflage – das Fahrzeugdesign zu kompromittieren.

Für 1.200 PS Antriebsleistung werden bei der Verbrennung systembedingt zusätzlich etwa 2.400 PS an Wärmeenergie erzeugt. Dafür hat der Bugatti-Motor zwei Wasserkreisläufe. Der größere mit 40 Litern Kühlwasser verfügt über insgesamt drei Kühler im Vorderwagen, um den Motor auf Betriebstemperatur zu halten.

Der zweite, sogenannte Niedertemperatur-Kreislauf mit separater Wasserpumpe enthält 20 Liter Kühlwasser. Dieses System kühlt die Ladeluft und hilft zum Beispiel dabei, dass der Motor in einem Stau nicht heiß wird – ein häufiges Problem bei Hochleistungssportwagen.

Bugatti Veyron Tyres

Reifen

Für den Veyron hat Bugatti gemeinsam mit Michelin die weltweit ersten Serienreifen entwickelt, die Geschwindigkeiten im 400-km/h-Bereich standhalten. Das bedeutet, dass der Veyron zum Fahren der Höchstgeschwindigkeit nicht auf andere Reifen gestellt werden muss. Die Serienreifen bedienen alle Geschwindigkeitsbereiche. Ein wichtiges Kriterium, das die Entwickler im Sinne der Alltagstauglichkeit des Fahrzeuges erfüllen mussten.

Ein spannendes Detail der Reifenentwicklung ist der Reifendrucksensor, der für den Veyron neu entwickelt werden musste. Schließlich wirken bei einer Geschwindigkeit von über 400 km/h Fliehkräfte von bis zu 130 kg. Dafür waren umfangreiche Versuche auf einem Prüfstand für Flugzeug-Gasturbinen erforderlich, um die hohen Drehzahlen der Veyron Räder nachbilden zu können. Denn in der Automobilindustrie existierten solche Anlagen seinerzeit nicht.

Bugatti Veyron Brakes

Bremse

Um die gewaltigen Kräfte effektiv zu kontrollieren und das Fahrzeug sicher und schnell zum Stehen zu bringen, hat Bugatti eine Hochleistungsbremsanlage entwickelt, deren zahlreiche Komponenten weltweit einzigartig waren. Bestimmte Bauteile entstanden zusammen mit Entwicklungspartnern aus der Luft- und Raumfahrtindustrie.

Die Bremsanlage in Aktion zu erleben, bereitet ein ebenso großes Vergnügen wie das Beschleunigen des Bugatti. Denn in Kombination mit der parallel einsetzenden Airbrake, einer aerodynamischen Bremsfunktion des Heckflügels, ergeben sich atemraubende Verzögerungswerte.

Als Premiere wählte Bugatti für die Bremsscheiben Carbon-Keramik als den bevorzugten Werkstoff aus, um eine maximale Verzögerungsleistung zu erzielen und Temperaturen von bis 1.000 Grad an der Scheibenoberfläche sicher auszuhalten. Darüber hinaus wurde für den Bremsscheibentopf anstelle des sonst üblichen Edelstahls Titan verwendet. Im Ergebnis hatte der Veyron mit dieser Bremse seinerzeit die mit Abstand stärkste Bremsleistung in der Automobilindustrie und im Motorsport.

Bugatti Veyron Aerodynamics

Variable Aerodynamik

Eine große Besonderheit des Veyron ist das Design, mit dem sich der Supersportwagen deutlich von anderen Hochleistungsfahrzeugen abhebt. Formgebung und Stilistik des Veyron orientieren sich stark an der historisch gewachsenen Design-DNA der Marke. Die strenge Auflage, am Design nicht zu rütteln, machte den Entwicklern das Leben nicht immer leicht. Das wurde auch beim Thema Aerodynamik deutlich, essentielles Kriterium für einen Supersportwagen. Das wichtigste technische Element am Veyron ist hier der Heckflügel. Oberhalb von 200 km/h sorgt er auch für eine zusätzliche Optimierung der Bremsleistung. In weniger als 0,4 Sekunden wird der Flügel dabei auf 55 Grad angestellt. Und das hat Folgen.

Erstens: Der Hinterachsabtrieb wird erhöht und damit die Verteilung der Bremsleistung zwischen Vorder- und Hinterachse verbessert. Zweitens: Der Luftwiderstand wird wie bei einem landenden Flugzeug erhöht. Die Airbrake allein bewirkt bei hohen Geschwindigkeiten bereits eine Verzögerung von maximal 0,6 g. Aktiviert wird sie über den Bremsdruck. Die Radbremsen selbst entfachen – mit Serienbereifung auf entsprechenden Fahrbahnbelägen – Verzögerungswerte von etwa 1,4 g.