BUGATTI CENTODIECI: INSPIRIERT VOM LEGENDÄREN EB110 SUPERSPORT

Molsheim
13 09 2022

Centodieci: WLTP: Kraftstoffverbrauch, l/100km: niedrig 40.310 / mittel 22.150 / hoch 17.890 / extra hoch 17.120 / kombiniert 21.470; CO2 Emissionen, kombiniert, g / km: NA; Effiziensklasse: G

Während die Produktion der Bugatti Centodieci weiter voranschreitet, verdeutlicht das jüngst fertiggestellte Exemplar den Einfluss des legendären EB110 Supersport auf die Designentwicklung seines Nachfolgers mehr denn je.

Ein Zusammentreffen zweier ganz besonderer Automobile: dem Centodieci und EB110 Supersport. Romano Artioli konzipierte und produzierte den EB110 Supersport in den 1980er- und 1990er-Jahren. Er ist eine leichtere, leistungsstärkere Version des EB110 GT, mit verändertem Styling und einem festen Heckflügel für zusätzlichen Abtrieb und galt als der Supersportwagen schlechthin. Bei der Entwicklung des neuen Hypersportwagens Centodieci ließ sich das Bugatti-Designteam vom EB110 und seinen Derivaten inspirieren.

„Der EB110 ist einzigartig in der Geschichte von Bugatti. Mit der Wiedergeburt der Marke in den 1980er-Jahren, tauchte der EB110 mit diesen zeitlosen Sportwagenproportionen auf“, erklärt Achim Anscheidt, Bugatti Design Director. „Das Design wurde von Giampaolo Benedini entworfen, dem Architekten, der für die vom Bauhaus Stil inspirierte Fabrik in Campogalliano verantwortlich war. Die einprägsame grafische Linienführung und raffinierten Formen des EB110 spiegeln diesen architektonischen Ansatz wider. Aber was für den EB110 Supersport galt, gilt auch für uns heute: Form follows Performance. Wir wollten also herausfinden, warum dieses Auto so aussah, wie es aussah, und haben das für einen modernen Bugatti neu interpretiert.“

 

Die Ähnlichkeiten sind offensichtlich. Der EB110 Supersport ist mit fünf Kühllöchern in der B-Säule versehen, die notwendig sind, um dem 3,5-Liter-V12-Motor mit vier Turboladern Luft zuzuführen. Diese Luft strömt durch den glasbedeckten Motorraum und tritt durch zehn Schlitze im Heck aus. Beim Centodieci wurden diese Elemente neu interpretiert und modernisiert: Die Luft strömt durch die fünf Kühlöffnungen am Scheitelpunkt der neu geformten Bugatti C-Linie, über den W16-Motor – der unter einer EB110-inspirierten Glasabdeckung liegt – und durch das Heck wieder hinaus, unter anderem durch neue Lichtleisten, die wie die Lüftungsschlitze des EB110 Supersport aussehen. Am Heck beherbergt ein vergrößerter Heckdiffusor die vertikal angeordnete Vierfach-Auspuffanlage, eine moderne Hommage an die Doppelrohre des EB110 Supersport.

Jedes einzelne Detail des Centodieci muss nicht nur in sich ästhetisch einzigartig sein, sondern auch für eine Performance sorgen, an die selbst der EB110 Supersport nicht herankommen kann. Der 1.600 PS starke Centodieci sprintet in 2,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h, in 6,1 Sekunden auf 200 km/h und in 13,1 Sekunden auf 300 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit ist elektronisch auf 380 km/h begrenzt.

„Wenn man einen Hypersportwagen entwirft, der in der Lage ist, solche Höchstgeschwindigkeiten zu erreichen zu denen der Centodieci fähig ist, muss man viele verschiedene Überlegungen anstellen. Das Fahrzeug muss zu jeder Zeit eine hohe Stabilität und Sicherheit aufweisen, es muss aerodynamisch ausgelegt sein und die Luft muss effektiv um die Komponenten des Antriebsstrangs geleitet werden und ihn kühlen. Wir verwenden zwar den Antriebsstrang und das Monocoque des Chiron als Basis, aber die Entwicklung des Centodieci-Designs war so umfangreich, dass wir im Grunde ein völlig neues Automobil entworfen haben. Nur so können wir das gewünschte Leistungs-Niveau und diese stilistische Perfektion erreichen“, sagt Nils Sajonz, Leiter Abteilung Sonderprojekte im Bugatti Design Team.

Das Designteam konzentrierte sich auf die Neugestaltung der ikonischen Silhouette des EB110 Supersport, die schon im Stand nach vorne zu springen scheint. Das bedeutete eine völlig neue Dachlinie und ein neues Profil zu entwerfen. So sitzt die Front viel niedriger und das Heck deutlich höher. Die neue, von einem Visier inspirierte Glasabdeckung legt sich quasi nahtlos um die Karosserie, die neue Frontpartie ist vom dezenteren Bugatti Hufeisengrill des EB110 inspiriert.

Nachdem die Proportionen feststanden, versuchte das Designteam, Elemente der vom Bauhaus Stil inspirierten Oberflächen und Details des EB110 ins 21. Jahrhundert zu transferieren. Die Seiten des Centodieci generieren ein Spiel aus Licht und Schatten mit nur sanften Rundungen, während die plattenartigen Scheinwerfer des EB110 am Centodieci zu hochmodernen, flachen LED-Scheinwerfern werden – eine Sonderentwicklung nur für dieses Projekt.

Achim Anscheidt sagt dazu: „Manche haben behauptet, dass die Marke Bugatti ohne den EB110 heute nicht da stünde, wo sie steht. Das Auto hat sicherlich dazu  beigetragen, die neue Vision nach seiner Übernahme durch den Volkswagen Konzern Ende der 1990er Jahre zu beeinflussen. Wir verdanken den unglaublichen Power Output des EB110‘s Ingenieursgenies wie dem kürzlich verstorbenen Nicola Materazzi, aber wir erkennen auch die erstaunliche Vision der Designer von damals an. Die moderne zeitlose Form des EB110 hat uns unendlich viel Inspiration gegeben, um diesem bedeutenden Stück Bugatti-Geschichte mit dem Centodieci eine gebührende Hommage zu teil werden zu lassen.“

Vom Bugatti Centodieci werden nur zehn Exemplare exklusiv und in Handarbeit gefertigt und bis Ende des Jahres an Kunden ausgeliefert, wobei jedes Exemplar bereits zu einem Stückpreis von acht Millionen Euro verkauft wurde.

Ein besonderer Dank gilt der Automobilsammlung “Turbollection” und deren Besitzer, dass er den EB110 Supersport mit dem erst kürzlich ausgelieferten CENTODIECI vereint hat.

 

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Der W16-Motor im Bugatti Centodieci leistet 1.600 PS.
Der EB110 Supersport, der während der Ära Romano Artioli von Bugatti in den 1980er- und 1990er-Jahren konzipiert und produziert wurde.
Bei der Gestaltung des Centodieci ließen sich die Designer vom charakteristischen Bauhausstil des EB110 inspirieren.
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Auch das Interieur des Centodieci orientiert sich an dem prestigeträchtigen Modell aus den 1990er Jahren.
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