Die Design-DNA der
Bugatti Hypersportwagen

Molsheim
Februar 28, 2019

Design Idee Hyper Sports Car Bugatti

Bugatti steht seit 110 Jahren für außergewöhnliche Fahrzeuge – eine Spurensuche.

Perfektion wird nie erreicht, sagte einst Ettore Bugatti. Doch der Firmengründer, Designer und Konstrukteur wollte mit seinen Fahrzeugen so nah wie nur möglich an die Perfektion heranreichen: bei Konstruktionen, technischer Schönheit, Raffinesse, Qualität und Design. Dafür stehen legendäre Fahrzeuge wie der Type 35, Type 41 Royal und der Type 57.

Besonders das nur viermal gebaute Coupé Type 57 SC Atlantic sticht dabei heraus. Es ist eine Mischung aus Kraft, Sportlichkeit, Luxus und Eleganz – ein Jahrhundert-Entwurf und eines der wertvollsten Fahrzeuge der Welt. Der Atlantic bildet vor rund 80 Jahren die Basis für die aktuellen Bugatti-Hypersportwagen Chiron1, Chiron Sport und Divo2.

Der Type 57 SC Atlantic ist eines der Modelle, auf dass das französische Unternehmen mit großem Stolz und großer Ehrfurcht zurückblickt – und es daher in seinen aktuellen Hypersportwagen zitiert. „Ettore und Jean Bugatti waren Perfektionisten und Pioniere im Streben nach überlegenem Leistungsgewicht und den entsprechenden raffinierten Lösungswegen. Das sieht man jedem Modell an, dem Atlantic ganz besonders. Diese Tradition setzen wir weiter fort“, sagt der Präsident von Bugatti, Stephan Winkelmann. „Unser Anspruch ist es seit jeher, sich so sehr wie möglich der Perfektion zu nähern, ganz im Geiste von Ettore Bugatti. Das sind wir als französische Luxusmarke unserer Tradition und unseren Kunden schuldig“, erklärt Stephan Winkelmann.

Bugatti ist eine Marke mit revolutionären Konzepten

Bugatti war und ist eine Marke, deren Fahrzeuge aus revolutionären technischen Konzepten hervorgingen und die mit Luxus und außergewöhnlichem Design ihresgleichen suchen. Moderne, fließende Linien und stilistische Eleganz machen die Entwürfe von Bugatti aus. Die Leistungsfähigkeit, Schnelligkeit und aufwendige Verarbeitung findet sich heute in den aktuellen Hypersportwagen-Modellen von Bugatti aus dem französischen Molsheim wieder.

Mit dem Type 35 präsentierte Bugatti 1924 einen Rennwagen, der stark und schnell, aber vor allem schön war. Seine für damalige Verhältnisse breite Spur und das lange, spitz zulaufende Heck lassen ihn heute noch sehr sportlich aussehen. Bis in die Mitte der 1930er-Jahre gewann der Type 35 rund 2.000 Rennen und gilt damit als erfolgreichster Rennwagen aller Zeiten.

Neben extrem sportlichen Autos baute Bugatti bereits vor über 80 Jahren sehr exklusive Fahrzeuge. Der Type 41 Royale zählt noch heute zu den edelsten und komfortabelsten Autos der Welt. Seine von Hand gefertigten Karosserien, zum Teil aus der Feder Jean Bugattis, waren und sind die schönsten Blechkleider, und sind es noch heute. Zwischen 1928 und 1933 entstanden lediglich sechs Modelle. Jedes ein einzigartiges Designstück, jedes mit einem 12,8-Liter-Reihenachtzylinder mit 300 PS.

Die perfekte Kombination zwischen Sportwagen und Luxusauto erschuf Jean Bugatti mit dem Type 57 SC Atlantic ab 1936. Als Antrieb dient ein Reihenachtzylinder mit Kompressor bis zu 200 PS, welcher das Coupé über 200 km/h schnell fahren ließ. Es war ein in die Zukunft weisender Sportwagen mit dem Komfort eines Grand Tourisme, einzigartig in seinem Design, in seiner Leistung und in seiner Verarbeitungsqualität. Als herausragendes Merkmal dient ein Kamm, der senkrecht vom Scharnier der teilbaren Motorhaube bis zum Heckende verläuft und von Nieten verziert wird. Beim Prototyp bestand die Karosserie aus Elektron, einer Magnesium-Aluminium-Legierung, die nicht verschweißt werden konnte. Deshalb vernietete Bugatti die Karosserieteile – und schuf so diese einzigartige Linie. Ein Designmanifest. Bei internationalen Schönheitswettbewerben für historische Automobile wie dem Pebble Beach Concours d’Elegance in Kalifornien gewannen die Modelle in den vergangenen Jahren mehrmals Preise.

Wie Ettore ließ sich Jean Bugatti bei seinen automobilen Kunstwerken von Architektur, Bildhauerei und Möbeln inspirieren. Für die Bugattis waren ihre Fahrzeuge weit mehr als reine Fortbewegungsmittel – jedes ausgelieferte Auto war ein Kunstwerk auf Rädern

 

Designmanifest von Jean Bugatti

Design und Kunst spielen bei Bugatti seit der Gründung des Unternehmens 1909 eine große Rolle. Ettore Bugatti stammt aus einer Mailänder Künstlerfamilie. Sein Großvater Giovanni Luigi war ein bekannter Bildhauer, sein Vater Carlo schreinerte kunstvolle Möbelstücke, entwarf Mode und Zimmereinrichtungen. Sein Bruder Rembrandt modellierte außergewöhnliche und vielbeachtete Skulpturen und Plastiken.

Auch Ettore Bugatti sollte schaffender Künstler werden, entschied sich aber für technische Konstruktionen. Er lernte als Junge an der Mailänder Kunstakademie den Beruf des Bildhauers, ging aber noch als Minderjähriger in die Lehre bei einem Fahrradfabrikanten, bei dem er kurze Zeit später ein motorisiertes Dreirad konzipierte. Seinen Schöpfungen sieht man Bugattis Herkunft an. All seine technischen Produkte besitzen einen künstlerischen Anspruch. Selbst die Motoren und Anbauteile konzipierte Ettore so, dass sie eine nicht nachahmbare Ästhetik erhielten. Gleichzeitig setzte er auf Leichtbau und Kraft.

Technik mit ästhetischem Reiz

Dass Apparate einen ästhetischen Reiz haben können, zeigen alle Bugatti-Modelle, der Type 41 Royale und Type 57 SC Atlantic besonders. Die technische Schönheit und die Qualität der verwendeten Materialien sprengten bei der Vorstellung den bis dato üblichen Status quo. Selbst unter der langen Motorhaube fanden sich Achtzylindermotoren, die in Sachen Ästhetik und Form den Karosserien in nichts nachstanden.

„Die in wochenlanger Handarbeit hergestellten Fahrzeuge sind Kunstwerke auf Rädern, formvollendet, mit einer klaren Linienführung meisterhaft gefertigt, das gilt besonders für den Atlantic“, sagt Achim Anscheidt, Chefdesigner bei Bugatti. Darin unterscheiden sie sich nicht von den aktuellen Hypersportwagen Chiron, Chiron Sport und Divo. „Kein Element des Fahrzeugs beglückt lediglich das Auge, immer steckt eine Funktionalität dahinter. Sichtbar wird dies etwa an der berühmten Bugatti-Linie, einem geformten C ab der B-Säule“, erklärt Achim Anscheidt. Gleichzeitig ist diese Bugatti-Linie eine Hommage an Ettore Bugatti – er signierte mit dieser Form.

Heute fängt die C-Linie Luft für Verbrennung und Kühlung des Aggregats des Hypersportwagens ein. Ein außergewöhnliches Triebwerk und das Herz der aktuellen Modelle. Sein 16-Zylinder-Motor schöpft aus 8 Litern Hubraum und vier Turboladern 1.103 kW/1.500 PS und leistet 1.600 Newtonmeter Drehmoment. Von 0 auf 100 km/h beschleunigen die Hypersportwagen in 2,4 Sekunden, 200 km/h erreichen sie in 6,1 Sekunden und 300 km/h nach 13,1 Sekunden.

Keine Kompromisse bei der Materialauswahl

Das Äußere wird zu einer Funktion des nicht Sichtbaren, eines überaus leistungsfähigen Motors von höchster handwerklicher Präzision. Ettore Bugattis Wunsch war es, jedes Teil ästhetisch und technisch perfekt zu gestalten, eine klare Linienführung zu schaffen und eine Formschönheit zu erlangen, die ihresgleichen sucht. „Anders als ein Großserienauto muss ein Bugatti immer eine Ikone im Automobilbau sein und auch in 50 Jahren noch als monumentales Auto und authentisch wahrgenommen werden“, erklärt Stephan Winkelmann. Dazu zählt auch der Kühlergrill. Ettore Bugatti feilte daran jahrzehntelang. Der Bugatti-Hufeisen-Kühler orientiert sich allerdings nicht an Hufeisen, sondern an einem Ei. Für Carlo Bugatti, Ettores Vater, war es die perfekte Form, sein Sohn adaptierte sie für die Front seiner Fahrzeuge.

Bei der Materialauswahl ging Bugatti damals keine Kompromisse ein – nicht anders als heute. Nur erlesene und feine Werkstoffe finden den Weg ins Fahrzeug. Das wird im französischen Molsheim im Atelier in wochenlanger Handarbeit zusammengesetzt, kontrolliert und geprüft. Bugatti ist eine Marke, die den künstlerischen Ansatz mit überlegenen technischen Innovationen aus der Welt des Sports vereint. „Unsere Kunden erleben das in der aufwendigen Verarbeitung, der schieren Kraft, und im Komfort“, sagt Stephan Winkelmann. Ganz gleich, aus welchem Jahrzehnt ein Bugatti-Fahrzeug stammt.

 


1 Kraftstoffverbrauch, l/100km: innerorts 35,2 / außerorts 15,2 / kombiniert 22,5; CO2-Emission kombiniert, g/km: 516; Effizienzklasse: G


2 Kraftstoffverbrauch, l/100km: unterliegt nicht der Richtlinie 1999/94/EG, da Gesamtbetriebserlaubnis derzeit noch nicht vorliegt

 

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