1909 – 1939

Jean Bugatti

Gianoberto Carlo Rembrandt Ettore „Jean“ Bugatti wird am 15. Januar 1909 als ältester Sohn und drittes von vier Kindern Ettore und Barbara Bugattis in Köln geboren. Nach Umzügen der Familie nach Mailand, Paris und Molsheim verbringt er seine Jugend in den dortigen Bugatti-Werken und erlebt die ersten Rennerfolge der Sportwagen seines Vaters Ettore.

 

Ende der 20er Jahre beginnt Jean Bugatti, Touren- und Sportwagen zu entwerfen. Ein erster Höhepunkt ist die legendäre 2-Sitzer-Karosserie des Typ 41 Roadster Royale für den Textilfabrikanten Armand Esders. Später tragen auch die Typen 50, 55 und 57 die unverwechselbare Handschrift Jean Bugattis. Durch sein außerordentlich ausgeprägtes Stilempfinden und sein Gespür für modernes Design ergänzt er optimal die herausragende technische Begabung des Vaters. Doch Jean beschränkt sich nicht allein auf Design, sondern konstruiert auch selbst herausragende Motoren und Chassis. Gelegentlich betätigt er sich außerdem als Testfahrer – die Teilnahme an Rennen verbietet ihm sein Vater.

 

Ab 1931 übernimmt Jean Bugatti immer mehr von dessen Aufgaben bei Bugatti, bis 1936 die Verantwortung für die Automobil-Produktion nach einem Streik vollständig an ihn übertragen wird. Auch die Leitung des Rennteams der Firma geht von Meo Costantini auf ihn über.

 

Am 11. August 1939 verunglückt Jean Bugatti mit nur 30 Jahren tödlich bei einer Testfahrt mit einem Typ 57 C Tank, der kurz zuvor die 24-Stunden von Le Mans gewonnen hat. Mit über 200 Stundenkilometern versucht er, einem Fahrradfahrer auszuweichen, der plötzlich aus einem Feld kommt, und prallt dabei gegen einen Baum.