Der Künstler

Jean Bugatti

Jean Bugatti

Jean Bugatti –  der Stilist

Gianoberto Mario Carlo Bugatti, genannt Jean, war wie sein Vater Ettore Bugatti ein Visionär und seiner Zeit weit voraus. Der älteste Sohn Ettores war ein begnadeter Automobildesigner, dem wie nur Wenigen ein besonderes Gefühl für Proportionen und Aerodynamik gegeben war. Mit seinem stilistischen Feingefühl beeinflusste er ab den späten 1920er-Jahren mit eigenen Konstruktions- und Designideen die Entwicklung des Unternehmens maßgeblich und übernahm schließlich 1936 im Alter von 27 Jahren dessen Leitung.

La Voiture Noire Jean Bugatti

Ein reiches Erbe

Aus seiner Feder stammten etliche bedeutende Klassiker der legendären Marke. Mit seinen Karosserien und Entwürfen von wegweisenden Motoren und Chassis schuf er bis zu seinem tragischen Unfalltod 1939 außergewöhnliche Fahrzeuge und ging so als visionärer Künstler in die Automobilgeschichte ein. Wie das Unternehmen wäre Jean dieses Jahr 110 Jahre alt geworden.

Die Legende

Der Type 57 SC Atlantic Coupé

Type 57 SC Atlantic Coupé

Eine Ikone

Jean Bugattis wohl schönste und berühmteste Schöpfung ist der Type 57 SC Atlantic Coupé – die vielleicht größte der BUGATTI Legenden.

Type 57 SC Atlantic Coupé

Nie dagewesene Eleganz

Schon damals war dessen Karosserie aufsehenerregend schön und einzigartig. Als herausragendes Design-Merkmal dient ein aufgerichteter, genieteter Kamm, der wie eine messerscharfe Finne senkrecht vom Scharnier der teilbaren Motorhaube bis zum Heckende verläuft.

Type 57 SC Atlantic Coupé

Die vier Atlantics

Insgesamt wurden nur vier der aufwendig handgefertigten Atlantic-Fahrzeuge gebaut. Drei davon wurden an Kunden verkauft. Beeindruckt von der Anmut und Raffinesse seiner Schöpfung, ließ Jean Bugatti den zweiten BUGATTI für sich herstellen und ihn in ein tiefes Schwarz hüllen.

Atlantic 57 374

Der Rothschild-Atlantic 57 374

Das erste Modell baute BUGATTI 1936 für den britischen Bankier Victor Rothschild – noch ohne Kompressor, in Graublau. Heute ist das Fahrzeug als Rothschild-Atlantic mit der Nummer 57 374 bekannt.

Atlantic 57 473

Der Holzschuh-Atlantic 57 473

Den dritten gebauten Atlantic mit der Fahrgestellnummer 57 473, lieferte BUGATTI im Oktober 1936 an den Franzosen Jacques Holzschuh aus. Der zweite Besitzer des Autos, ein Sammler, verunglückte mit dem Atlantic an einem Bahnübergang, wobei das Fahrzeug beinahe völlig zerstört wurde. Jahrzehnte später wurde der Atlantic aufwendig restauriert, der Motor konnte jedoch nicht mehr gerettet werden.

Atlantic 57 591

Der Pope-Atlantic 57 591

Der Modeschöpfer Ralph Lauren besitzt den letzten gebauten Atlantic mit der Fahrgestellnummer 57 591:  Den im Mai 1938 fertiggestellten Pope-Atlantic – sein Erstbesitzer war der Brite R.B. Pope.

Der Mythos

Das automobile Äquivalent des Bernsteinzimmers

Die drei noch existierenden Atlantic Coupés zählen zu den teuersten und begehrtesten Oldtimern der Gegenwart. Nach dem schwarzem Atlantic, Jean Bugattis persönlichem „La Voiture Noire“, sucht die Welt bis heute – er gilt als das automobile Bernsteinzimmer. In den Wirren des zweiten Weltkrieges verschwand das Coupé wahrscheinlich, als es vor dem Einmarsch der deutschen Truppen im Elsass in eine sichere Region verschickt werden sollte. Sein Verschwinden vor mehr als 80 Jahren bleibt das wohl größte Rätsel in BUGATTIs sagenumwobener Geschichte und lässt den „La Voiture Noire“ seitdem als Mythos weiterleben.

Mit dem neuen „La Voiture Noire“ schafft BUGATTI nun ein Fahrzeug, das diese Legende aufgreift und die Idee in die Gegenwart überträgt. In seiner Exklusivität, Anmutung, Qualität und Leistung ist der „La Voiture Noire“ bisher einzigartig und führt dennoch Jean Bugattis Erbe im Streben nach nie dagewesener Eleganz und technischer Perfektion erfolgreich fort.

La Voiture Noire