Im Jahr 1998 kauft die Volkswagen AG die Marke Bugatti und beschließt:
Für die Produktion der nächsten Generation der traditionsreichen Automobile kommt nur der Ort ihres Ursprungs, Molsheim im Elsass, in Frage. Die Kleinstadt am Rande der Vogesen kann unabhängig von den Bugatti-Werken auf eine beeindruckende Geschichte zurückblicken: Während der Reformation und Gegenreformation war es lange Zeit Sitz der Bischöfe von Strasbourg. Zudem beherbergte es eine berühmte Jesuitenuniversität, die jedoch Anfang des achtzehnten Jahrhunderts in die größere Nachbarstadt zog.
Das heutige Werksgelände nimmt einen bescheidenen Teil der ehemaligen Fläche ein, auf der damals bis zu 1.200 Arbeiter die Klassiker montierten. Die Verwaltung befindet sich im restaurierten Château Saint Jean, die Produktion des Veyron 16.4 im neu geschaffenen ovalförmigen Atelier. Hinzu kommen ein schlichtes Lager und die beiden wieder aufgebauten Remisen. Die Orangerie und das alte Tor jedoch sind zwei unveränderte Zeugen der Schaffenszeit von Ettore Bugatti.
Hier in Molsheim gründet der italienische Automobilpionier 1909 seine legendären Bugatti-Werke. Hier feiert er seine Rennerfolge und seinen Aufstieg zum angesehen Unternehmer und zur Legende. Und hier endet schließlich die Geschichte einer der größten Marken nach dem zweiten Weltkrieg – vorläufig. Denn die von Ettore Bugatti begründete Tradition aus Konstruktionsleistung und Ästhetik lebt hier spätestens seit dem Produktionsstart 2005 weiter.
























