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Ettore Bugatti - Automobilpionier und Legende

Ettore Bugatti ist der legendäre Automobilkonstrukteur der Bugatti-Sportwagen, der Gründer der Bugatti-Werke und gilt heute als einer der Urväter des Automobils.

Ettore Arco Isidoro Bugatti – so der vollständige Name – wird am 15. September 1881 in Mailand geboren. Mit 17 Jahren beginnt er eine Lehre in der Fahrrad- und Dreiradfabrik Prinetti & Stucchi. Dort baut er im Folgejahr sein erstes motorisiertes Dreirad mit zwei De-Dion-Motoren. 1900 folgt mit finanzieller Unterstützung des Grafen Gulinelli bereits das erste Automobil. Die Konstruktion ist so bemerkenswert, dass sie ihm auf einer international beachteten Ausstellung in Mailand einen Preis einbringt. Im Jahr darauf zieht ins elsässische Niederbron, wo ihm der Fabrikant De Dietrich begeistert von Ettores erster Konstruktion die technische Leitung der Automobilproduktion anvertraut. Da dieser noch nicht volljährig ist, unterzeichnet sein Vater Carlo Bugatti am 2. Juli 1902 den Anstellungsvertrag. Bis 1904 entwickelt Ettore Bugatti neue Modelle und nimmt an verschiedenen Autorennen teil. Nach dem Ausscheiden bei De Dietrich & Cie übernimmt er eine Reihe von Anstellungen in der Automobilkonstruktion.

1907 ist ein Jahr des Wandels im Leben von Ettore Bugatti. Er heiratet Barbara Maria Guiseppina Mascherpa, mit der er vier Kinder, zwei Söhne und zwei Töchter, hat. Am 1. September unterschreibt er bei der Deutz Gasmotoren-Fabrik in Köln. Im Keller seines Hauses in Köln-Mülheim entwickelt Bugatti einen sehr leichten Wagen, den er wenig später unter eigenem Namen baut. 1909 verlässt er Deutz vorzeitig mit einer Abfindung und pachtet im elsässischen Molsheim die leerstehenden Gebäude einer Färberei. Die Produktion des T13 beginnt und steigt über die Jahre kontinuierlich. Im Auftrag von Peugeot entwickelt er den Bébé-Peugeot, weitere Lizenzen gehen an Rabag (Düsseldorf), Diatto (Turin) und Crossley (Manchester).

Der Ausbruch des 1. Weltkriegs leitet eine Wende ein: Die Familie Bugatti zieht zunächst nach Mailand, dann nach Paris, wo Ettore Bugatti Entwürfe für einen 8- und einen 16-Zylinder-Flugmotor erstellt. Nach Kriegsende kehrt er zurück nach Molsheim (das inzwischen Frankreich zugeschlagen wurde) und eröffnet die Fabrik am alten Standort wieder. Bugatti produziert weitere leichte Sportwagen und feiert Rennerfolge 1920 in Le Mans und 1921 gleich vierfach in Brescia. Dies begründet eine Serie, die im Jahr 1925 innerhalb von nur neun Monaten zu unzähligen Siegen (412 nach Ettore Bugattis eigenwilliger Zählweise) führt. Anfang der dreißiger Jahre beginnt Ettore Bugatti damit, Autorail-Eisenbahnen mit Royale-Motoren zu produzieren. 1934 beginnt die Produktion des Typ 57, des meistverkauften Bugatti-Tourenwagens mit der von Ettores Sohn Jean entworfenen Karosserie.

Zwei Jahre später legt ein landesweiter Generalstreik auch die Produktion in Molsheim lahm. Enttäuscht von den Arbeitern und frustriert angesichts der drückenden Schulden zieht Ettore Bugatti nach Paris. Die Leitung der Automobilwerke überlässt er seinem Sohn Jean. Mit Kriegsausbruch wird der Maschinenpark zunächst nach Bordeaux verlagert. 1939 stirbt zuerst sein Sohn Jean bei einem Autounfall und schließlich muss Ettore Bugatti die Fabrik auf Druck der deutschen Besatzer verkaufen. Nach dem Tod seiner ersten Frau heiratet Ettore 1946 in zweiter Ehe Geneviève Marguerite Delcuze. Mit ihr bekommt er einen Sohn und eine Tochter. Am 21. August 1947, stirbt Ettore Bugatti in Paris..

Ettore Bugatti während seiner Zeit als Konstrukteur bei de Dietrich, um 1902

Ettore Bugatti während seiner Zeit als Konstrukteur bei de Dietrich, um 1902

Ettore Bugatti etwa Ende der 30er Jahre

Ettore Bugatti etwa Ende der 30er Jahre

Ein T 35 beim Grand Prix von Spanien in St. Sebastian, 1925. Ettore Bugatti, mit Tropenhelm, überwacht die Tätigkeiten des Fahrers und des Mechanikers.

Ein T 35 beim Grand Prix von Spanien in St. Sebastian, 1925. Ettore Bugatti, mit Tropenhelm, überwacht die Tätigkeiten des Fahrers und des Mechanikers.