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Carlo Bugatti

Carlo Bugatti, Vater von Ettore Bugatti, wird am 16. Februar 1856 in Mailand als Sohn des Architekten und Bildhauers Giovanni Luigi Bugatti geboren.
Er studiert an der Brera-Akademie in Mailand und ab 1875 Architektur an der Académie des Beaux Arts in Paris. 1880 beginnt seine berufliche Laufbahn in Mailand. Im gleichen Jahr heiratet Carlo Bugatti Teresa Lorioli, mit der er in den Folgejahren die Kinder Ettore (geb. 1881), Deanice (geb. 1883) und Rembrandt (geb. 1884) hat. Viele Freunde der Bugattis sind Maler oder Bildhauer. So ist Carlo beispielsweise mit dem Komponisten Giacomo Puccini und dem Maler Giovanni Segantini befreundet, der 1880 Carlo Bugattis Schwester Luigia heiratet.

Carlo Bugattis künstlerisches Werk besteht aus Keramiken, Musikinstrumenten, Silberwaren und Textilien. Am bekanntesten werden seine Möbelentwürfe. Auf der Mailänder Kunstindustriemesse findet 1888 die erste Ausstellung von Bugatti-Möbeln statt. Carlo Bugatti, der von der Neuen Kunst beeinflusst ist, verwendet exotische Hölzer, Kupfer- und Pergamenteinlegearbeiten sowie Perlmutt. Im Sommer des gleichen Jahres folgt die Teilnahme an der ersten internationalen Ausstellung, der Italian Exhibition in London. Auf ihr gewinnen Bugattis Möbel einen Ehrenpreis. Möbel im „Bugotto“-Stil werden nun international bekannt – beispielsweise wird der „Turkish Salon“ des Waldorf-Hotels in New York mit Bugatti-Möbeln ausgestattet. Zum Ende des 19. Jahrhunderts folgen weitere Ausstellungen in Amsterdam und Antwerpen sowie Berichte in internationalen Zeitschriften, die seinen Ruf weiter stärken. 1900 nimmt er an der Weltausstellung in Paris teil und gewinnt mit seinen Möbeln die Silbermedaille.

Mit 48 Jahren verkauft Carlo Bugatti sein Mailänder Atelier und siedelt über nach Paris. Dort ist er für die Kaufhäuser Maison Dufayel und Au Bon Marché tätig. Parallel schafft er eine Reihe von Silbergefäßen und Bronzegeräten. Sechs Jahre später, im Jahr 1910, verlässt er Paris und zieht nach Pierrefond bei Compiègne, wo er sich wieder ein eigenes Atelier einrichtet. Von 1914 bis 1918 ist er sogar Bürgermeister des Ortes. 1937, nunmehr 81 Jahre alt, zieht er zwei Jahre nach dem Tod seiner Frau zu seinem Sohn Ettore nach Molsheim. Im April 1940 stirbt Carlo Bugatti im Château St. Jean.

Carlo Bugatti

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