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René Dreyfus

Es entsprach der Grandezza des Ettore Bugatti, Privatfahrern die gleiche Ausstattung zu bieten wie dem eigenen Rennteam.

Es gab keinen anderen bedeutenden Autohersteller, der derartig selbstverständlich Chancengleichheit zwischen Vertragsfahrern und Kunden herstellte.

Manchmal trieb der Patron die Fairness so weit, dass es ihm nachher Leid tat. Berühmtestes Beispiel bleibt der Große Preis von Monaco 1930: In diesem Jahr durfte erstmals auf Beifahrer verzichtet werden. Das brachte den Privatfahrer René Dreyfus auf die Idee, den leeren Platz für einen 30-Liter-Sprittank zu nutzen und eine entsprechende Halterung für mobiles Nachtanken vorzusehen. Dreyfus siegte ohne Boxenstopp mit 21 Sekunden Vorsprung.

Die ersten fünf Plätze belegten zwar ausnahmslos Bugatti-Modelle, jedoch siegte Dreyfus über alle Werksfahrer. Und dabei hätte das Werk die Möglichkeit gehabt, im eigenen Rennteam die neuen, stärkeren 2,3-Liter-Motoren einzusetzen, begnügte sich jedoch aus Gründen der Fairness mit Motoren, mit denen auch die Modelle der Privatfahrer ausgestattet waren.

Der Sieger Dreyfus verwendete außerdem andere Reifen und Zündkerzen als die offiziellen Bugattis. Bei all seiner Großzügigkeit, das ging Ettore Bugatti zu weit. Als René Dreyfus sich ein paar Wochen später in Molsheim vorstellen wollte, war der Patron für ihn nicht zu sprechen. Es dauerte zweieinhalb Jahre, bis René Dreyfus schließlich in das Bugatti-Rennteam aufgenommen wurde.

Réné Dreyfus

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