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Raymond Mays

Der junge Engländer hatte von dem legendären Ergebnis der Bugatti-Rennwagen beim Rennen von Brescia 1921 erfahren.
Mays war von dem Bugatti-Rennwagen begeistert, jedoch bewilligte sein Vater nur einen Hillman. Der Sohn trickst, ein Bugatti-Importeur spielt mit, erste Rennsiege folgen. Dann kommt der Brief von Ettore Bugatti:

Der junge Mann möge doch einmal in Molsheim vorbeischauen, mitsamt seinem Auto. Raymond Mays nimmt sich ein paar Tage frei, braucht aber den Vauxhall eines Freundes, um von England nach Frankreich zu gelangen. Ettore Bugatti empfängt die Twens herzlich. Nach den ersten Drinks will er sehen, wie der Bugatti von Raymond Mays in Schuss ist. Der stottert herum, man sei leider nur mit dem Auto des Freundes da, der Bugatti stehe daheim. Worauf Ettore erwidert: „Holen Sie ihn, sofort". Das war zwar beim besten Willen nicht möglich, aber der süße Wahnsinn des Patrons schwappte auf den Jungen über und ermutigte ihn, Ettore Bugatti von seiner Rennleidenschaft zu überzeugen. Am Ende des Abends hatte Mays die Unterstützung des Chefs für die nächste Saison und dazu noch ein neues Bugatti-Modell.

Bleibt noch nachzufragen, warum Raymond Mays bei dem Bergrennen ein Hinterrad samt Bremstrommel verlor. Das junge Talent hatte den Bugatti-Motor auf die Erfordernisse der englischen Bergrennen abgestimmt. Er wagte sich an Drehzahlen (6 000) heran, von denen Ettore Bugatti gerade erst zu träumen begonnen hatte. Leider waren die Halbwellen an Mays Wagen noch von der altmodischen Art. Ansonsten war Mays bei dem Unfall noch einmal mit dem Schrecken davongekommen: Sein Wagen kam haarscharf am Rande eines Abhangs zum Stehen.

Raymond Mays

Dieses Foto ist jedem Bugattisten bestens vertraut. Es zeigt Raymond Mays 1924 beim „Shelsley-Walsh-Bergrennen“ in Wales.