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Elisabeth Junek

Die einem Bugatti-Rennwagen innewohnende Spannung, die man ruhig auch erotisch nennen kann, bescherte Ettore einen phantastischen Kundenkreis.

Neben dem Werksteam waren es gleichermaßen Privatfahrer, die den Ruhm der Marke mehrten und zu ihrem Kultstatus beitrugen.

Der Inbegriff eines Bugatti-Privatfahrers war Cenek Junek, Bankier aus Prag, der praktisch alles mitbrachte: Geld, Lebensart, Begeisterung, Talent zum Rennfahren und seine Frau Elisabeth, die auf der Piste manches noch ein bisschen besser konnte: „So etwas hatte die Welt noch nicht gesehen", schreibt Mercedes-Rennleiter Alfred Neubauer in seinen Memoiren über „jene zierliche, tapfere Frau" an der Targa Florio 1928. Sie überholte alle Männer: Alberto Divo, Giuseppe Campari, Tazio Nuvolari und noch einige andere namhafte Fahrer.

Das Wunder wurde leider nicht vollbracht: Die führende Elisabeth Junek wurde nach Bremsdefekt von Divo überholt. Durch die von ihm aufgewirbelte Staubwolke in der Sicht behindert, zertrümmerte sie ein Rad an einem Stein.

So war es am Ende nur der fünfte Platz, aber der Legende tat es keinen Abbruch: Mit allem Überschwang wurde Elisabeth Junek in ganz Europa gefeiert, und die Heimkehr nach Prag wurde zum Jubeltag der stolzen unabhängigen Tschechoslowakei.

Elisabeth Junek blieb jedoch „Amateurin" und treue Gefährtin ihres Mannes. Als Cenek Junek bei einem Rennen auf dem Nürburgring tödlich verunglückte, war auch die Karriere der Elisabeth Junek zu Ende.

Eine Frau im Rennwagen – eine Sensation vor 80 Jahren, als noch kaum eine Frau einen Führerschein besaß

Eine Frau im Rennwagen – eine Sensation vor 80 Jahren, als noch kaum eine Frau einen Führerschein besaß

Elisabeth Junek vor dem Start zur Targa Florio, 1928. Neben ihr der Gründer des Rennens, Graf Florio Senior, ganz rechts Graf Florio Jr.

Elisabeth Junek vor dem Start zur Targa Florio, 1928. Neben ihr der Gründer des Rennens, Graf Florio Senior, ganz rechts Graf Florio Jr.