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Der Tod der Tänzerin

Zu den Legenden, die den Mythos Bugatti ausmachen, gehört auch der Tod einer der berühmtesten Tänzerinnen aller Zeiten – Isadora Duncan.

Die US-Amerikanerin gilt als Wegbereiterin des modernen Tanzes und macht im ersten Viertel des 20 Jahrhunderts vor allem in Europa Karriere. Sie tanzt auf eine vollkommen neue Art barfuß zu den großen klassischen Werken und schockiert das Publikum mit entblößten Armen und Beinen. Die unkonventionelle Frau lehnt sich gegen die bürgerlichen Konventionen auf und engagiert sich für den Feminismus.

Ihr Tod ist ein in der Bugatti-Geschichtsschreibung nicht sonderlich geschätztes Thema. Einige Bugattisten gehen so weit, die Automarke anzuzweifeln: Vielleicht sei es ein Amilcar gewesen und eben kein Bugatti. Aber dass dies falsch ist, ist anzunehmen, denn nur das Kultobjekt „Bugatti kann sie begeistern.

Angeblich will sie sich einen kaufen, obwohl ihr selbst das Geld dazu fehlt. Zu dieser Zeit begleichen eher reiche Gönner wie der Nähmaschinen-Erbe und ehemalige Lebensgefährte Paris Singer ihre Rechnungen. Die Tänzerin hat einen jungen Mechaniker kennen gelernt, der Bugattis verkauft. Mit ihm will sie eine Probefahrt in einem Bugatti Typ 35 oder 37 unternehmen. Dabei ist umstritten, ob sie nicht vielmehr ein amouröses Abenteuer im Sinn hat. Und dies, obwohl sie bereits 50 Jahre alt und der Altersunterschied somit wohl beträchtlich ist. Ihre letzten Worte lauten der Überlieferung nach: „Lebt wohl, Freunde, ich fahre dem Ruhm entgegen.“ Dann wirft sie sich einen langen Seidenschal um den Hals, dessen Ende sich in den Speichen der anfahrenden Räder verfängt. Die schwere Seide zieht sich zu und bricht der Tänzerin sofort das Genick. Diese Tragödie ereignet sich am 14. September 1927 in Nizza. Die Lebensgeschichte der legendären Tänzerin wird 1968 unter dem Titel „Isadora“ verfilmt. Die Hauptrolle übernimmt Vanessa Redgrave. Sie trainiert ein halbes Jahr lang für ihre Rolle und wird für ihre Leistung 1969 in Cannes als beste Schauspielerin ausgezeichnet.

Isadora Duncan (1878–1927)

Isadora Duncan (1878–1927)