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Ein Gesamtkunstwerk in Molsheim

Mit der Ankunft Ettore Bugattis im Jahr 1909 erhielt das elsässische Molsheim seinen Platz in der Automobilgeschichte. Bugatti legte dort in einer ehemaligen Färberei den Grundstein für sein Lebenswerk. Ausgestattet mit Krediten für zehn Automobile und fünf Flugzeugmotoren machte er sich an die Arbeit und verwirklichte seine Vorstellung eines modernen, ästhetischen Automobils.

Eine bloße Fabrik war das Werk in Molsheim nie. Vielmehr begriff Ettore Bugatti seine Werkshallen als Gesamtkunstwerk. Nicht nur bei den Fahrzeugen legte er höchsten Wert auf Perfektion: Jedes Werkzeug sollte eines Künstlers würdig sein. Selbst die glänzenden Messingbeschläge der Eichentüren in der Werkstatt oder das Pförtnerhäuschen gestaltete er selbst akribisch seinen Vorstellungen entsprechend.

Sauberkeit war eines der Hauptgebote in der Fabrik – jedes Teil wurde sorgfältig direkt beim Einbau von allen Fingerabdrücken befreit. Die Fortführung dieser Sorgfalt findet sich heute wieder im neu errichteten Atelier, der Manufaktur des Veyron 16.4. Es ist ein außergewöhnlicher, fast laborartiger Ort, der absichtlich nicht wie eine Fabrik aussieht.

Molsheim war immer auf Inszenierung angelegt. Mit dem Erwerb des schmucken Château St. Jean, der Hostellerie du Pur Sang und dem Museum für die Skulpturen seines verstorbenen Bruders Rembrandt Bugatti schuf Ettore einen repräsentativen Ort für Treffen mit Händlern, Fotoaufnahmen und nicht zuletzt Kundenbesuche – die Kundschaft machte sich meist höchstpersönlich auf den Weg, um das neuen Automobil in Molsheim abzuholen, denn jeder wollte die legendäre „Usine“ und den Firmengründer sehen.
Diese Tradition ist bei Bugatti ungebrochen: Zahlreiche Kunden aus der ganzen Welt nehmen ihren Veyron 16.4 direkt in dem kleinen elsässischen Städtchen in Empfang.

Ein Gesamtkunstwerk in Molsheim

Collection Schlumpf
Collection Schlumpf
Das Elsass, Anfang des 20. Jahrhunderts noch Teil des deutschen Reichs, war eine Hochburg der Textilindustrie. Diesem Metier gehörten auch die Brüder Schlumpf an, Bugatti-Enthusiasten der ersten Stunde. Die beiden Unternehmer schufen ihr Vermögen mit Stoffen und investierten in Fahrzeuge – hauptsächlich von Bugatti. Heute bilden diese Klassiker, sorgfältig restauriert, die Collection Schlumpf des Musée National de l'Automobile in Mulhouse.