Techno Classica 2015

Bugatti lädt zur diesjährigen Techno Classica in Essen (15. bis 19. April) zu einer besonderen Zeitreise ein. Auf ihrem Messestand in Halle 7.0 zeigt die französische Traditionsmarke Fahrzeuge aus drei Epochen der Unternehmensgeschichte, die prägend für die jeweilige Zeit waren. Im Mittelpunkt des Markenauftrittes stehen ein Bugatti Typ 57C Stelvio aus der Vorkriegszeit, ein Bugatti EB 110S aus den 1990er Jahren sowie ein Bugatti Veyron 16.4 Grand Sport Vitesse. Der Veyron, dessen auf 450 Fahrzeuge limitierte Auflage mittlerweile ausverkauft ist, ist nun auf dem besten Weg, zu einem Klassiker der Automobilgeschichte zu werden. Ein weiteres Thema am Bugatti-Stand ist das seit einem Jahr bestehende Programm „Bugatti Certified“.

 

„Die Techno Classica als Klassik-Weltmesse gehört für Bugatti mittlerweile zum festen Repertoire im automobilen Veranstaltungskalender“, sagt Dr. Stefan Brungs, Mitglied der Geschäftsführung von Bugatti Automobiles S.A.S. für Vertrieb, Marketing und Customer Service. „Wir sind stolz, in diesem Jahr mit dem grandiosen Finale der Veyron-Baureihe eine erfolgreiche Ära in der Automobilgeschichte zu ihrem Höhepunkt gebracht zu haben. Der Supersportwagen ist auf dem besten Weg, ein Klassiker zu werden.“

 

Bugatti hat zu Beginn dieses Jahres seinen 450. und damit letzten Veyron verkauft. Ein Supersportwagen, der seit zehn Jahren mit seinen technischen Superlativen die Herzen von Automobilfans in aller Welt höher schlagen lässt: Mit seinen 16 Zylindern, 1.200 PS, einem maximalen Drehmoment von 1.500 Nm, einer Sprintleistung von 0 auf 100 km/h in 2,5 Sekunden und einem Geschwindigkeitsweltrekord von 431,072 km/h hat sich der Veyron als Ikone der automobilen Welt positioniert. „Mit dem Verkauf aller 450 Fahrzeuge beginnt für die Veyron-Flotte nun ein neues Kapitel, das wir mit ‚Bugatti Certified‘ weiterhin aktiv begleiten werden“, so Dr. Brungs. „Das Programm wird sehr gut angenommen, denn der Veyron ist begehrtes Sammlerstück und Wertanlage zugleich. Mit ‚Bugatti Certified‘ kommen wir unserer Verpflichtung gegenüber der Marke und unseren Kunden nach, unsere hohen Bugatti-Standards während der gesamten Laufzeit eines Veyron aufrecht zu erhalten.“

 

Das 2014 aus der Taufe gehobene Programm „Bugatti Certified“ bietet Veyron-Besitzern den kompletten Service: über die Prüfung und Aufbereitung der Fahrzeuge durch die Bugatti-Ingenieure bis hin zu technischen Updates. Mit der Vergabe des „Bugatti Certified“-Siegels wird dem Besitzer nicht nur der optische und technisch einwandfreie Zustand seines Wagens garantiert, sondern auch die Gewissheit, langfristig zur Wertsteigerung seines Fahrzeuges beigetragen zu haben.

 

Einen Ansprechpartner finden auf der diesjährigen Techno Classica aber nicht nur Besitzer zeitgenössischer Bugatti-Modelle, sondern auch Sammler der Preziosen früherer Bugatti-Epochen.

 

Bugatti präsentiert Traditionsmodelle aus drei Epochen

Mit dem Typ 57C Stelvio bietet Bugatti den Besuchern der Techno Classica zweifelsohne ein historisches Highlight. Die ursprüngliche Version dieses Fahrzeugs, der Typ 57, wurde im Jahr 1934 erstmals auf dem Pariser Automobilsalon gezeigt und bis Kriegsbeginn in den Varianten 57, 57C, 57S und 57SC als einziger Typ im Werk im elsässischen Molsheim hergestellt. Zwischen 1934 und 1940 wurden mehr als 680 Exemplare in verschiedenen Karosserievarianten gebaut.

 

Die Karosserie des in Essen präsentierten Cabriolets wurde als Auftragsarbeit vom elsässischen Karossier Gangloff aus Colmar gefertigt. Der 3,3-Liter-Tourenwagen mit der Chassisnummer 57715 war nicht nur ein komfortabler Reisewagen, sondern erreichte durch den eingebauten Kompressor und einen leistungsstarken 8-Zylinder-Motor deutlich höhere Spitzengeschwindigkeiten als sein Vorgängermodell. Der Wagen trägt deutlich die Handschrift Jean Bugattis. Als Sohn des Firmengründers Ettore Bugatti trieb er ab den späten zwanziger Jahren die Entwicklung des Unternehmens im elsässischen Molsheim zunehmend mit eigenen Ideen voran.

 

Die jüngere Markengeschichte präsentiert Bugatti auf der Techno Classica mit gleich zwei Fahrzeugen: Der Bugatti EB 110 war das erste und einzige in Serie gebaute Fahrzeug des durch Romano Artioli neu gegründeten Unternehmens Bugatti Automobili S.p.A. Zwischen 1991 und 1995 wurden etwa 140 Exemplare des EB 110 in zwei Versionen gebaut. Dank seines V12-Motors mit fünf Ventilen pro Zylinder brachte es der Straßensportwagen bei 8.000 U/min auf 560 PS und bei 4.200 U/min auf ein maximales Drehmoment von 611 Nm. Damit war er zu Beginn der 1990er Jahre der schnellste seiner Klasse. Durch die vier Turbolader entfaltete der EB 110 seine Leistung sehr harmonisch. Der in Essen ausgestellte EB 110 ist einer der seltenen Super Sport Versionen, die ab 1992 als gewichtsreduzierte und leistungsgesteigerte Variante mit 611 PS in Produktion gingen. Die optimierte Leistung des EB 110S ergab sich im Wesentlichen aus der Steigerung des Ladedrucks. Im Jahr 1995 wurde die Produktion im italienischen Campogalliano allerdings eingestellt und die zweite Epoche in der Geschichte Bugattis endete.

 

Das dritte Fahrzeug auf dem Messestand ist ein Bugatti Veyron 16.4 Grand Sport Vitesse aus dem Jahr 2014, der schnellste Serien-Roadster der Welt.

 

Die Maxime bei der Entwicklung der Version war es, die ästhetische Tradition Ettore Bugattis im Design des neuen Supersportwagens fortzuführen. Das gelang: Der Veyron besticht durch sein Äußeres, das wie selbstverständlich klassische Gestaltungsmerkmale von Bugatti zitiert und zugleich eine moderne Formensprache findet. Der Veyron ist ein Musterbeispiel zeitlosen Automobildesigns und zugleich automobiles Kunstwerk.

 

Die Entwicklung des Veyron war eine der größten technischen Herausforderungen, die die Automobilindustrie bis dahin kannte. Den Bugatti-Entwicklern wurden seinerzeit vier Ziele in das Lastenheft des Boliden diktiert: Der Wagen sollte über 1.000 PS auf die Straße bringen, schneller als 400 km/h fahren, in unter drei Sekunden von Null auf Hundert beschleunigen sowie – und das war die größte Herausforderung – in dieser Konfiguration ebenfalls in der Lage sein, mit Komfort und Stil vor die Oper zu fahren. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Der Veyron ist der erste und einzige Supersportwagen, der jede Fahrsituation zu jeder beliebigen Zeit in der Serienkonfiguration meistern kann. Ob Maximalbeschleunigung auf der langen Geraden, kurvige Landstraßen oder Stadtverkehr – der Veyron ist jederzeit optimal eingestellt und bietet zudem ein angenehmes Fahrgefühl.

 

Der Veyron steht für ein außergewöhnliches Kapitel Automobilgeschichte: Alle 450 Exemplare des Veyron – 300 Coupés und 150 Roadster – sind verkauft – ein großartiger Erfolg für die Marke und den Volkswagen Konzern.

 

Bugatti ist in diesem Jahr zum sechsten Mal auf der Techno Classica vertreten. Der Bugatti-Stand befindet sich in Halle 7.0.