Bugatti zeigt das schnellste Serienfahrzeug der Welt auf der Qatar Motor Show 2015

Bugatti bringt das schnellste Serienfahrzeug der Welt zur diesjährigen Qatar Motor Show (6. bis 10. Februar): den Veyron 16.4 Super Sport. Der 1.200 PS-starke Bolide fuhr im Jahr 2010 mit einer durchschnittlichen Höchstgeschwindigkeit von 431,072 km/h den Geschwindigkeitsweltrekord – offiziell bestätigt vom Guinness Buch der Rekorde und bis heute unangetastet. Bugatti zeigt das Fahrzeug in der Originalkonfiguration als Weltrekord-Edition zum ersten Mal auf einer Messe im Mittleren Osten.

 

Die Weltrekordfahrt des Super Sport fand am 26. Juni 2010 auf dem Volkswagen-Prüfgelände in Ehra-Lessien, Deutschland, statt. Am Steuer saß Bugattis Pilote Officiel Pierre-Henri Raphanel. Nach dem Reglement von Guinness musste Raphanel den Super Sport auf der langen Geraden zweimal, und zwar in beiden Richtungen, fahren. Aus den jeweils erreichten Höchstgeschwindigkeiten wurde dann von Guinness der Durchschnitt errechnet: 431,072 km/h.

 

„Diesen Weltrekord zu fahren, war eine extrem intensive und völlig neue Erfahrung für mich“, so Raphanel, der als ehemaliger Formel 1- und Le Mans-Rennfahrer an hohes Tempo gewöhnt ist. „Bei einer Geschwindigkeit von über 400 km/h legt man 120 Meter pro Sekunde zurück. Schon die geringste Aktion im Cockpit kann da enorme Auswirkungen haben. Man braucht also ein perfektes Fahrzeug, dem man uneingeschränkt vertrauen kann. Der Veyron Super Sport war absolut perfekt.” 

 

Die technischen Daten des Super Sport sind beeindruckend: sein 8-Liter-W16-Motor bringt 1.200 PS und ein maximales Drehmoment von sage und schreibe 1.500 Nm auf den Asphalt. Der Supersportwagen sprintet in nur 2,5 Sekunden von Null auf Hundert. Der Super Sport war eine konsequente Weiterentwicklung des 1.001 PS-starken Bugatti Veyron 16.4, mit dem die Erfolgsgeschichte Bugattis im Jahr 2005 begann. Mit ihren Spezialkenntnissen aus fast zehn Jahren Entwicklung im Grenzbereich und Anleihen aus der Rennsport- und Luftfahrttechnik ließen die Bugatti-Ingenieure den Super Sport in nochmals neue Dimensionen vordringen.  

 

Der Leistungszuwachs des Triebwerks wurde vor allem durch den Einsatz von vier größeren Turboladern und Ladeluftkühlern erreicht. Um die einzigartigen Fahrleistungen sicher zu beherrschen, wurde auch das Fahrwerk des Hochleistungssportwagens überarbeitet. Die Haupt-Federraten wurden leicht angehoben und die Stabilisatoren verstärkt. Zusammen mit den aus dem Rennsport adaptierten neu entwickelten Dämpfern wurden Räder und Fahrzeug spürbar exakter kontrolliert. Neben dem hohen querdynamischen Potential von bis zu 1,4 G sorgt das optimierte Zusammenspiel der Reifen mit dem intelligenten Allradsystem für ein perfektes Handling. Das gewaltige Drehmoment erlaubt an Kurvenausgängen noch extremere Beschleunigungswerte.  

 

Die aerodynamisch überarbeitete Karosserie sorgt für mehr Effizienz und eine noch bessere Balance in allen Fahrsituationen. Das Monocoques aus Voll-Carbon garantiert eine extrem hohe Verwindungssteifigkeit bei maximaler passiver Sicherheit. Die Außenhaut besteht ebenfalls vollständig aus Kohlefaser.  

 

Auch das Erscheinungsbild des Veyron 16.4 Super Sport wurde auf maximale Dynamik und Sportlichkeit getrimmt. Das Fahrzeug hat eine flache, gestreckte Silhouette. Anstelle der bei den anderen Veyron-Derivaten üblichen Lufthutzen über dem Motor versorgen zwei in das Dach eingelassene NACA-Düsen das 16-Zylinder-Triebwerk mit Atemluft. Die Frontpartie wird von größeren Lufteinlässen geprägt. Die Heckpartie erhielt einen Doppeldiffusor, und die zentral positionierte breite Abgasanlage trägt zum sportlichen Charakter des Fahrzeugs bei. Die „Weltrekord–Edition“ des Super Sport ist an ihrer zweifarbigen Lackierung aus schwarzem Sicht-Carbon und Orange zu erkennen. Alle Fahrzeuge waren bereits kurz nach der Präsentation ausverkauft.